Die Nase lecken:
Lecken Hunde ihre Nase, so ist dies ein Beschlichtigungssignal. Es bedeutet, dass sich der Hund im Moment unwohl fühlt und nicht genau weiß, wie er sich verhalten soll.
Als ich Baby kämmen wollte, musste ich mich über sie beugen. Sie signalisierte mir durch das Lecken über die ihre ganze Schnautze, dass sie sich unbe- haglich fühlt. Erst als ich die Seite wechselte, konnte ich erreichen, dass es weniger bedrohlich auf sie wirkte.
Ich lief Frontal auf meinen Hund zu. Er hat sich, weil er sich fürchtete, die Nase geleckt. Daraufhin verlangsamte ich meinen Schritt und wendete mich schließlich ganz von Ihn ab, da kam er freudestrahlent auf mich zu.
Sich abwenden
Um eine Situation zu beschlichtigen, wenden Hunde Ihren Kopf ab. Hunde möchten Konfrontationen immer vermeiden, darum sitzen sie oft mit abgewendeten Kopft zu uns da. Die menschlichen Verhaltensweisen wirken für viele Hunde bedrohlich, daher zeigen sie vorsichtshalber immer Beschlichtigungssignale. Erwidert man diese geht man einer Konfrontation aus dem Weg. Am einfachsten ist es seinen Kopf einfach zur Seite zu drehen, langsamer zu werden oder sogar stehen zu bleiben.
(Ausnahmen stellen immer Hunde dar, die nicht Sozialisiert wurden, das bedeutet einen Hund von anderen Artgenossen fern zu halten und ihn praktisch zu zwingen, nur die menschlichen Gesten zu erlernen. Doch eines sollte immer beachtet werden: “Mensch kann ihr Hund nie werden, und Hund darf er nicht sein.”) Am Besten probieren sie es aus: Gähnen sie eine Weile und warten sie ab, wie ihr Hund reagiert. Gähnen schadet niemandem und es hat eine beruhigende Wirkung. Es signalisiert ihrem Hund, dass sie stressfrei sind und er nichts schlimmes zu erwarten hat. Sie werden erkennen, dass er gähnt bevor er sich hinlegt.
Im Bogen gehen
Nur im Bogen aufeinander zugehen und keinen direkt ansehen.
Durch direktes Zulaufen und Anstarren bedrohen sie ihren Hund, das ist in der Hundesprache eine Drohung. (Für Menschen mit Hundeangst: so schwer ist das doch nicht. Sollte ein Hund auf sie zukommen, gehen sie in die Knie, wenden sie ihren Kopf zur Seite, schließen sie ihre Augen und reichen sie dem Hund ihre Hand. Der Hund wird auf sie zaghaft zukommen und ihre Hand abschlecken. Streicheln sie den Hund danach nicht gleich auf dem Kopf, dann wird er sie für immer lieben.)
Auf einen anderen Menschen oder einem anderen Hund frontal zuzugehen, tut kein Hund, es sei denn wir zwingen ihn leider dazu. In der Hundewelt gibt es sowas nicht, es sei denn wir wollen denjenigen töten.
Das führt zu so vielen Missverständnissen. Wir zwingen unseren Hund an einen anderen Menschen oder Hund vorbeizugehen, darum ist unser Hund verunsichert und will uns und sich verteidigen, da es für ihn eine Bedrohung darstellt. Geben sie ihrem Hund genügend Platz, den er braucht, um einem anderen Hund auszuweichen, oder wechseln Sie die Straßenseite mit ihm. So wird der Spatziergang auch stressfreier für ihren Hund. Durch diese Sensibilität stärken sie auch ihren Rang in ihrem Rudel, denn sie können den Konflickt erahnen und gehen diesem aus dem Weg.